Die Herausforderung: auf eine intelligente Instandhaltung umstellen!

Lindholmen in Göteborg ist eine spannende Region, in der sich die Bereiche Wirtschaft, Bildung sowie Forschung und Entwicklung überschneiden. Hier sind viele renommierte Unternehmen, das Chalmers Technical College sowie eine Reihe weiterer interessanter Ausbildungsprogramme und Startup-Unternehmen anzutreffen.

In diesem kreativen Umfeld läuft derzeit das Projekt „Smarta Fabriker“ (zu deutsch „intelligente Fabriken“, auch bekannt als Smart Factory). Wir bereits berichtet, handelt es sich beim diesem Projekt um eine Zusammenarbeit von Bildung und Wirtschaft zur Schaffung einer Plattform für den Aufbau und die Verbreitung von Kompetenz und Wissen rund um die industrielle Digitalisierung. Ziel des Projekts ist es, dass Studenten – betreut durch Unternehmen – eine Smart Factory aufbauen. Die Smart Factory wird eine VR-Brille herstellen.

Wir bei MaintMaster sind ein aktiver Partner in diesem Projekt und betreuen drei Studentinnen bei der Erarbeitung einer intelligenten Instandhaltung für die Smart Factory.

Die drei heißen Lisa Johansson, Jessica Tillenius und Madeleine Hultgren und widmen derzeit ihre Praktikumszeit (LIA) dem Aufbau eines intelligenten Instandhaltungssystems. Sie absolvieren die zweijährige Berufssakademie-Ausbildung „Produktentwicklung“ am Göteborg Technical College und haben sich für ihre LIA-Zeit dieses Projekt ausgesucht.

LIA steht für „Lärande i arbete“ (Lernen bei der Arbeit) und ist ein obligatorisches Praktikum im Rahmen der Ausbildung an Berufssakademien. Die Idee dabei ist, dass die Auszubildenden schon während ihrer Ausbildung ihre neu erworbenen Fähigkeiten bei verschiedenen Unternehmen in die Praxis umsetzen. Und genau das finden Lisa, Jessica und Madeleine spannend.

– Wir haben uns für unsere LIA-Zeit bewusst für „Smarta Fabriker“ entschieden, weil dieses Projekt sowohl für die Auszubildenden als auch für die Unternehmen anspruchsvoll und herausfordernd ist. Das Projekt fordert heraus, neu zu denken. Und darüber hinaus veranschaulicht das Projekt sehr deutlich, wie sich die Industrie derzeit verändert und auch verändern muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind sich die drei einig.

Die drei sind sehr enthusiastisch, und man merkt ihnen an, wie sehr sie sich für das Projekt und ihre Ausbildung begeistern. Aber ich habe es nicht mit Anfängern zu tun, denn alle drei haben bereits in der Fertigungsindustrie gearbeitet, u. a.in der Montage, und sich darüber hinaus in ihrer Freizeit weitergebildet.

Weder Lisa, Jessica noch Madeleine haben sich bisher mit Fragen der Instandhaltung beschäftigt, und widmen sich jetzt mit Zuversicht der spannenden Aufgabe, eine intelligente Instandhaltung zu entwickeln.

–   Unsere Ausbildung ist sehr breit angelegt. Wir erhalten eine gute ganzheitliche Sicht auf die Fertigungsindustrie und ihre verschiedenen Prozesse. Wir durchlaufen die Bereiche Produktentwicklung, Fertigung, Logistik und Arbeitsumfeld und behandeln darüber hinaus Themen wie Automatisierung, TPM, Lean Management und Unternehmensleitung. Und alle unsere Kurse fokussieren stark auf Umweltaspekte. Wir blicken optimistisch in die Zukunft und auf unsere Aufgabe, die Industrie weiterzuentwickeln.

Sich jetzt der Aufgabe zu stellen, eine intelligente Instandhaltung für die Smart Factory zu entwickeln, ist spannend und herausfordernd zugleich. Der erste Schritt bei dieser Aufgabe bestand darin, ein übergeordnetes Verfahren zu entwickeln und dieses innerhalb des Instandhaltungssystems MaintMaster umzusetzen.

–  Mit Unterstützung von MaintMaster haben wir einfach ein visuelles und logisches Modell des Prozessflusses der Smart Factory erstellt, sagt Jessica.

Bei unseren Treffen helfen uns die Mitarbeiter von MaintMaster akribisch, die verschiedenen Maschinenkomponenten in der Smart Factory herauszufinden, deren Instandhaltung festzulegen und auf der Grundlage dieser Daten die Instandhaltungsintervalle zu entwickeln, Ersatzteilverzeichnisse anzulegen usw.

–  Die größte Herausforderung für uns besteht im Moment darin, dass wir nicht genau wissen, welches Produktionsvolumen die Maschine voraussichtlich haben wird und wie oft sie zerlegt und wieder zusammengebaut wird, wenn sie auf Tour geht, sagt Jessica.

–  Eine weitere Herausforderung besteht darin, ein Instandhaltungssystem zu entwickeln, das von verschiedenen Personen an verschiedenen Orten genutzt wird. Das bedeutet, dass wir die Prozesse sehr genau definieren müssen, damit neue Benutzer nachvollziehen können, was wann und wie zu tun ist, ergänzt Madeleine. –  Und genau darum geht es im Wesentlichen bei der intelligenten Instandhaltung, sagt Lisa, nämlich um Klarheit, Planung und Genauigkeit.

Ich verlasse Lindholmen und freue mich schon auf das nächste Treffen mit Lisa, Jessica und Madeleine. Dann werden wir uns noch etwas genauer anschauen, wie die drei die Aufgabe einer intelligente Instandhaltung für die Smart Factory bewältigen.

Die Smart Factory
Ziel des Smart Factory-Projekts ist der Aufbau einer hochmodernen Minifabrik als Inspirationsquelle für eine stärker digitalisierte und automatisierte sowie nachhaltigere Industrie. Die neue Smart Factory wird eine VR-Brille aus Karton herstellen, mit der die Besucher/Kunden über eine App in ihrem Smartphone virtuelle Inhalte wiedergeben können.

Partnerunternehmen
Am Aufbau der Smart Factory beteiligen sich eine Reihe von namhaften Unternehmen und Institutionen wie Vinnova, Rise – Research Institutes of Sweden, Volvo, Stora Enso, Swerea, ÅF, SKF, ABB, Tele 2, Ahlsell, Swedish Exhibition & Congress Centre, Chalmers, Universeum, Region Västra Götaland, Göteborg Technical College, MaintMaster u. a.

Die Smart Factory
Ziel des Smart Factory-Projekts ist der Aufbau einer hochmodernen Minifabrik als Inspirationsquelle für eine stärker digitalisierte und automatisierte sowie nachhaltigere Industrie. Die neue Smart Factory wird eine VR-Brille aus Karton herstellen, mit der die Besucher/Kunden über eine App in ihrem Smartphone virtuelle Inhalte wiedergeben können.

Partnerunternehmen
Am Aufbau der Smart Factory beteiligen sich eine Reihe von namhaften Unternehmen und Institutionen wie Vinnova, Rise – Research Institutes of Sweden, Volvo, Stora Enso, Swerea, ÅF, SKF, ABB, Tele 2, Ahlsell, Swedish Exhibition & Congress Centre, Chalmers, Universeum, Region Västra Götaland, Göteborg Technical College, MaintMaster u. a.

Lisa Johansson:
Hat bei Volvo angefangen und bei AB Volvo und bei Volvo Cars gearbeitet. Möchte in der Fertigungsindustrie arbeiten, aber ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen.

– Ich hoffe, dass ich mit dieser Ausbildung eine gute Grundlage erhalte, um meine Zukunft selbst zu bestimmen. Das ist mir sehr wichtig.

Madeleine Hultgren:
Hat viele Jahre in der Fertigungsindustrie gearbeitet, hauptsächlich bei AB Volvo und Volvo Cars, und mag diese Arbeit wirklich.

– Ich möchte in dieser Branche bleiben. Aber um viele Jahre in diesem harten Job arbeiten zu können, muss ich mein Wissen erweitern und die unterschiedlichen Bereiche und Problemstellungen dieser Branche kennenlernen.

Jessica Tillenius:
Hat ebenfalls langjährige Branchenerfahrung als Lkw-Fahrerin und Installateurin.

– Ich möchte mit beeinflussen, wie neue Produkte hergestellt werden, sagt Jessica. Ich weiß aus Erfahrung, dass dieser Prozess stets weiterentwickelt und deutlich verbessert werden kann. Von der Berufssakademie-Ausbildung „Produktentwicklung“ erhofft sie sich neue Entwicklungschancen bei ihrem Arbeitgeber.