CMMS –
Instandhaltungssystem

Was ist eigentlich ein CMMS?

CMMS steht für „Computerized Maintenance Management System“ und ist im Allgemeinen ein computergestütztes Instandhaltungssystem. Ein Instandhaltungssystem ist als integrierte Software ausgelegt, um die Wartungsabteilung in allen Aspekten ihrer Wartungstätigkeit unterstützen zu können. Instandhaltungssysteme werden im Zuge der industriellen Entwicklung seit den frühen 1970er Jahren eingesetzt und haben seither zunehmend an Bedeutung gewonnen.

Ein Instandhaltungssystem hat hauptsächlich folgende Aufgaben:

  • Maximierung des Vermögenswerts
  • Minimierung der Stillstandzeit
  • Kostenkontrolle
  • Optimierung der Wartungstätigkeit
  • Arbeitserleichterungen für die Mitarbeiter

Vorbeugende Wartung erfordert eine funktionierende Verwaltung, Planung und Struktur.

Ein Instandhaltungssystem unterstützt das sammeln von Informationen und die Vergabe von Aufgaben. Es ist eine wertvolle Hilfe bei der Planung und Durchführung verschiedenster Wartungsaktivitäten, wodurch wiederum die Betriebssicherheit gewährleistet wird.

Nachverfolgung von Arbeitsaufträgen

Wartungsmanager können eine anstehende Aufgabe beschreiben, erhalten daraufhin eine Reihe von Lösungsvorschlägen und leiten die Aufgabe an den dafür geeigneten Techniker weiter. Nach Abschluss der Arbeiten kann der zuständige Techniker den Arbeitsauftrag schnell und einfach als abgeschlossen markieren, und der Wartungsmanager wird darüber informiert, dass die Aufgabe abgeschlossen ist.

Disposition

Ein Wartungsteam benötigt einen zuverlässigen Arbeitskalender, um zukünftige Wartung zu planen. Ein Instandhaltungssystem eignet sich besonders gut für die Planung von wiederkehrenden Arbeiten, indem es Erinnerungen an die für die Aufgabe zuständige Person schickt. Organisierte Planung ermöglicht es dem Wartungsteam, die anfallenden Arbeiten zu verteilen, und sorgt dafür, dass laufende Wartung nicht vergessen wird.

Fehlerberichte

Ein Instandhaltungssystem ermöglicht allen Beteiligten, Fehler zu melden. Dies bedeutet auch, dass alle Fehlerberichte für alle Mitarbeiter sichtbar sind. Jeder berichtete Fehler kann anschließend einen geeigneten Mitarbeiter zugewiesen werden, der damit für die Behebung des Fehlers zuständig ist. Indem der zuständige Manager eine Benachrichtigung über den Fehler erhält, wird sichergestellt, dass der Fehler behoben wird.

Planung

Die vom Instandhaltungssystem gesammelten Daten ermöglichen das Treffen von Entscheidungen hinsichtlich zukünftiger Wartung. Das System ermöglicht es darüber hinaus, Daten über spezifische Abschnitte des Arbeitsablaufs zu sammeln, um zu ermitteln, wie häufig diese bedient werden. Basierend auf früherer Wartung, können auch Entscheidungen über zukünftige Investitionen getroffen werden.

Inventur

Wartungsteams müssen auch große Mengen von Ersatzteilen lagern und verwalten. Mithilfe eines Instandhaltungssystems kann abgerufen werden, wieviele Ersatzteile auf Lager sind, wieviele für Reparaturen verwendet wurden und wann neue Teile bestellt werden müssen.

Dokumentation

Häufig verwaltet das Wartungsteam Maschinen, die bis zu 30 Jahre alt sind. Das bedeutet, dass viele Maschinen eine umfangreiche Reparaturakte besitzen. Wenn bei einer solchen Maschine ein Problem auftritt, kann es hilfreich sein, nachzuschauen, wie das Problem zuletzt gelöst wurde. Ein Instandhaltungssystem protokolliert alle Reparaturen am System. Somit kann jeder Beteiligte jederzeit darauf zurückkommen und überprüfen, ob anfallende Reparaturen korrekt durchgeführt werden.