MaintMaster blog - 5 Juni 2019


Arbeiten als Wartungsmanager

Arbeiten als Wartungsmanager

Staffan Bergström ist einer der beliebtesten Mitarbeiter bei MaintMaster. Er ist seit vielen Jahren als Instandhaltungsmanager tätig. Dies ist einer der Gründe für sein gutes Verständnis von Instandhaltung und allen, die in der Instandhaltung tätig sind. Zudem hat er ein großes Herz und strahlt Wärme und Glück aus, sowohl bei MaintMaster als auch in den Instandhaltungsabteilungen unserer Kunden. Hier ist seine Botschaft:

Die Arbeit als Instandhaltungsmanager umfasst viele verschiedene Bereiche. Sie ist interessant und inspirierend, kann aber auch anstrengend sein. Alles, was keinen Platz in einer Organisation hat, landet beim Instandhaltungsmanager.

Die Rolle des Instandhaltungsmanagers oder Supervisors wird von Außenstehenden oft unterschätzt. Wer in diesem Bereich arbeitet, hat oft einen vielfältigen Hintergrund in seinem Unternehmen und macht durch diese Tätigkeit deutliche Fortschritte in der beruflichen Entwicklung. Der Karriereweg ist vielversprechend, aber die Vorkenntnisse liegen meist im Bereich Maschinenbau, Elektrotechnik oder Technologie. Ein Hintergrund in Wirtschaft oder Logistik ist dagegen seltener. Mit gesundem Menschenverstand kommt man jedoch sehr weit. Um eine Instandhaltungsabteilung zu managen, benötigt man systematische Methoden und inspirierende Mitarbeiter, die verstehen, dass die Dokumentation genauso wichtig ist wie die Instandhaltung von Ausrüstung.

Um die Herausforderungen im Ganzen zu verstehen, sind die Anforderungen aus den verschiedenen Teilen der Organisation zu berücksichtigen.

Produktion:
– Kenntnis der Funktionsweise der Anlagen. Im Idealfall können auftretende Probleme vorhergesagt oder verhindert werden – und dies natürlich ohne Produktionsunterbrechung.
– Vollständige Kontrolle, damit sich bei Bedarf ausreichend Ersatzteile im Lager befinden.
– Die Instandhaltung muss außerhalb der Produktion erfolgen, unabhängig davon, wie viele Arbeitsschichten stattfinden.

Instandhaltungstechniker:
– Fähigkeit, möglichst jedem Mitarbeiter helfen sowie die im Arbeitsalltag auftretenden Probleme und Fehler analysieren zu können.
– Stellt sicher, dass in der Produktion Zeit zur Verfügung steht, um notwendige präventive und korrektive Instandhaltungsarbeiten durchzuführen.
– Stellt sicher, dass sich alle wesentlichen Ersatzteile im Lager befinden und bei Bedarf verfügbar sind.

Management:
– Versteht die wirtschaftliche Situation und passt die Betriebstätigkeit entsprechend an.
– Hält gebundenes Kapital auf einem Minimum – mit nicht mehr Inventar als nötig.
– Minimiert die Kosten und hält die Anzahl der Arbeitskräfte so gering wie möglich.
– Stellt jederzeit und kurzfristig geeignete Lösungen zur Verfügung.

Staffan hat den wahren Wert von Dokumentation verinnerlicht. Hier sind einige Beispiele, an die er sich erinnert:

  1. Bei einem Meeting mit der Produktion ist der Manager über die Fertigungslinie 1 verärgert, weil gestern den ganzen Tag über Ausfallzeiten aufgetreten sind. In den letzten 8 Wochen erfolgte weder die Instandhaltung durch den Bediener, noch die monatliche Wartung durch die Instandhaltungsabteilung. Grund für die mangelnde Instandhaltung war der aktuelle Produktionsmodus, der keine Zeit für das Herunterfahren der Anlagen ließ. Die gestrigen Ausfallzeiten waren eine direkte Folge davon.
  2. Ein Produktionsmanager möchte sich mit mir treffen. Eine seiner Fertigungslinien produziert nicht so, wie sie sollte, und er benötigt Hilfe. Sie haben ihre Produktion gesteigert und mehrere neue Bediener eingestellt, um ihre neuen Ziele zu erreichen. Plötzlich funktionierte die Maschine nicht mehr richtig. Zusammen betrachten wir die Probleme der letzten zwei Monate und stellen fest, dass 70 % der Ausfallzeiten auf Produktwechsel zurückzuführen sind. Die verwendeten Abschlusscodes enthielten „Handling“, was den Produktionsleiter überraschte. Wir entschieden, die Anweisungen und die Dokumentation für die Umstellung zusammen mit den Bedienern und Instandhaltungsmanagern durchzugehen.
  3. Ein Kollege aus der Produktion sagt mir, dass wir nicht in die neue Maschine investieren dürfen, welche die alte Maschine aus den frühen 70er Jahren ersetzen sollte. Diese hätte sich schon vor langer Zeit rentiert und arbeite daher nun „kostenlos“. Ein paar Arbeiten an Elektrik und Druckluft sowie etwas Feintuning von Zeit zu Zeit würden genügen, um sie am Laufen zu halten. Dieser Auffassung ist zumindest das Management. Mein Kollege und ich haben jedoch das Gefühl, dass uns die Maschine viel mehr kostet. Daher untersuchen wir die Ersatzteilkosten, den Zusammenhang zwischen präventiver und korrektiver Wartung sowie den protokollierten Ausschuss und die Nacharbeit. Wir sprechen auch mit den Bedienern und fragen nach der Zeit, die für die Überwachung und den Neustart der Maschine aufgewendet wird. Sie wissen es nicht, sagen aber, dass es eine Menge ist. Also vereinbaren wir eine Prüfung. Zwei Wochen lang müssen alle Bediener jeden Ausfall protokollieren, egal wie geringfügig er ist. In der Nachbesprechung fassen wir die Informationen zusammen und präsentieren sie dem Management. Es überrascht nicht, dass die Maschine mehr kostet als wir sparen, und jedes Mal, wenn wir sie betreiben, verlieren wir Geld.

Wenn Sie Instandhaltungsmanager sind oder anderweitig mit Instandhaltung zu tun haben, kommt Ihnen das eine oder andere sicher bekannt vor. Ich war bei verschiedenen Unternehmen schon oft in ähnlichen Situationen. Anstatt auf Fragen des Managements keine Antworten zu haben, habe ich schnell gelernt, wie wichtig die Dokumentation ist. Sobald eine Dokumentation vorliegt, können Verbesserungen auf Faktenbasis vorgenommen werden. Was es mir in allen drei Beispielen leicht gemacht hat, war das großartige Team motivierter Mitarbeiter, mit denen ich zusammenarbeite und die verstanden haben, dass Dokumentation genauso wichtig ist wie praktisches Eingreifen. Die meisten von ihnen dokumentieren ihre Arbeit nach Regeln und Anweisungen, wobei Arbeitszeit, Ausfallzeiten, Ersatzteile und Hauptursachen erfasst werden. Die Einbeziehung der Produktion sowie Transparenz und Zugänglichkeit von Informationen machten es allen Beteiligten leichter, die Situation ihrer Abteilungen zu überwachen und schneller und angemessener zu handeln.

Heute arbeite ich täglich mit Instandhaltung und mit den Instandhaltungssystemen unserer Kunden. Natürlich denke ich, dass MaintMaster ein brillantes System zur Dokumentation von Instandhaltungsaufgaben ist. Aber lange vor MaintMaster habe ich erkannt, welch großen Vorteil ein einfach zu handhabenden System darstellt. Das ist der eigentliche Grund, warum ich heute bei MaintMaster tätig bin – und das schon seit 11 Jahren…

/ Staffan Bergström

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– Email: staffan.bergstrom@maintmaster.com
– Phone: +46 13 377 909