Präventive und korrektive Instandhaltung

Präventive Instandhaltung

 

Eine effektive präventive Instandhaltung sorgt für eine verbesserte Verfügbarkeit, die zu einer höheren Wirtschaftlichkeit führt und langfristig auch die Instandhaltungskosten senkt.

Wir nutzen das zustandsbasierte Instandhaltungskonzept, das auf der Optimierung der technischen Verfügbarkeit durch Vorhersage der kritischen Punkte einer Anlagen basiert und damit Probleme vor deren Auftreten verhindert.

Instandhaltungsaktivitäten, die „unnötig“ sind, werden eliminiert, indem systematisch sichergestellt wird, dass die geleistete Arbeit eine verbesserte Verfügbarkeit zu geringeren Kosten erbringt.

Wir gewährleisten darüber hinaus, dass die Instandhaltung eine kohärente Einheit darstellt, zu der auch der sichere Zugang zu Ersatzteilen sowie ein funktionierendes Netzwerk von Instandhaltungsdienstleistern gehört.

Nach normen

Die durchgeführte Wartung dient dazu, Verschlechterungen zu bewerten und/oder zu beheben sowie die Wahrscheinlichkeit des Ausfalls einer Komponente zu verringern.

Die präventive Instandhaltung kann in Form von ZUSTANDSBASIERTER, GEPLANTER oder VORAUSSCHAUENDER WARTUNG erfolgen.

 

ZUSTANDSBASIERTE INSTANDHALTUNG

  • Präventive Wartung, einschließlich der Bewertung der physikalischen Bedingungen,
    der Analyse und der möglichen Instandhaltungsmaßnahmen
  • Die Kontrolle und Überwachung der Leistung und Eigenschaften kann geplant, auf Anfrage oder kontinuierlich erfolgen. Subjektive oder objektive Bewertung.

 

GEPLANTE INSTANDHALTUNG

  • Präventive Wartung, die nach festgelegten Zeitintervallen oder nach einer festen Anzahl von Nutzungen erfolgt, jedoch ohne vorherige Zustandsuntersuchung
  • Dabei könnte es sich um Reinigung, Schmierung und Austausch von Komponenten
    oder Ersatzteilen handeln.

 

VORAUSSCHAUENDE INSTANDHALTUNG

  • Zustandbasierte Wartung, die nach einer Prognose durchgeführt wird, welche aus wiederholten Analysen oder bekannten Eigenschaften sowie aus der Bewertung der wesentlichen Parameter der Verschlechterung des Gegenstands abgeleitet wird

ZUSTANDSBASIERTE INSTANDHALTUNG

Dies ist eine Methode, um Informationen über den Zustand einzelner Maschinen zu erhalten, um die geeignete Instandhaltungsmaßnahme zu einem optimalen Zeitpunkt zu identifizieren. Dementsprechend erfordert die zustandsbasierte Instandhaltung, dass Informationen über den Zustand einer Maschine mit geeigneten Mitteln abgerufen werden können. Dies beinhaltet normalerweise verschiedene Arten von Messtechniken wie Vibrationsmessung, Thermografie, Ultraschallmessung und Ölanalyse. Der zustandsbasierte Instandhaltungsprozess besteht aus fünf Prozessschritten: Datenerhebung, Analyse, Arbeitsauftrag, Korrekturmaßnahme und Funktionskontrolle.

VORTEILE

  • Geeignete Instandhaltungsmaßnahmen zur richtigen Zeit
  • Geplante Instandhaltungsmaßnahmen anstelle von Notfallmaßnahmen
  • Geringfügige Maschinenfehler werden rechtzeitig erkannt und behoben
  • Weniger Totalausfälle aufgrund von verschlissenen Komponenten
  • Hohes Qualifikationsniveau des Instandhaltungspersonals
  • Wissen über den eigenen Maschinenpark wird innerhalb der Organisation akkumuliert

NACHTEILE

  • Kann hohe Anfangsinvestitionskosten verursachen
  • Risiko, dass Maschinen zu früh überholt werden
  • Es kann schwierig sein, innerhalb der Organisation Unterstützung für die zustandsorientierte Instandhaltung zu erhalten

GEPLANTE INSTANDHALTUNG

Entspricht vorbeugenden Maßnahmen, die entweder nach Kalenderdatum oder nach Betriebszeit durchgeführt werden, z. B. der Austausch von Öl, Riemen, Kupplungsscheiben und anderen Verschleißteilen. Der Begriff umfasst auch geplante Überholungen, bei denen Maschinen und Komponenten zu Inspektionszwecken zerlegt werden.

VORTEILE

  • Reduziertes Risiko von Totalausfällen
  • Verbesserte Verfügbarkeit
  • Erhöht den Planungsgrad für den Wartungsvorgang
  • Entwicklung der Mitarbeiterkompetenz
  • Reduzierte Instandhaltungskosten

NACHTEILE

  • Kosten für unnötige Ersatzteile und Arbeitsstunden
  • Risiko, dass Maschinen übermäßig „gewartet“ werden
  • Unnötige Stillstandskosten
  • Häufig zu statische Instandhaltungsplanung mit begrenztem Feedback für die Optimierung des Wartungsplans

VORAUSSCHAUENDE INSTANDHALTUNG

Gemäß der Norm beinhaltet die vorausschauende Wartung die Erkennung eines Fehlers während seiner Entwicklungsphase. Es ist eine Form der zustandsbasierten Instandhaltung. Die Heutige Technologie ermöglicht üblicherweise ein intelligentes Überwachungssystem, das die Messdaten analysiert und verarbeitet. Damit kann der beste Zeitpunkt für den Austausch z. B. von Lagern oder von Öl in Komponenten leichter ermittelt werden.

Das Prinzip der vorausschauenden Wartung kann natürlich auch bei wiederkehrenden Zustandsüberwachungen – beispielsweise bei visuellen Inspektionen oder bei der Erfassung von Messdaten für die spätere Analyse und der davon abhängigen Entscheidung für eine geplante, vorausschauende Wartung – angewendet werden.

Der Zweck der vorausschauenden Wartungbesteht einfach darin, den besten Zeitpunkt für z. B. den Austausch einer Einheit vorherzusagen, um deren gesamte Lebensdauer voll nutzen zu können.


KORREKTIVE INSTANDHALTUNG

Korrektive Instandhaltung nach Norm

Instandhaltung, ausgeführt nach der Fehlererkennung, um ein Objekt wieder in einen Zustand zu versetzen, in dem es eine geforderte Funktion erfüllen kann.

Korrektive Instandhaltung kann sowohl aufgeschobene als auch sofortige korrektive Wartung umfassen.

 

AUFGESCHOBENE KORREKTIVE INSTANDHALTUNG

  • Korrektive Instandhaltung, die nicht unmittelbar nach einer Fehlererkennung ausgeführt, sondern nach festgelegten Instandhaltungsrichtlinien zurückgestellt wird.
    Die Arbeit kann geplant werden.

 

SOFORTIGE KORREKTIVE INSTANDHALTUNG

  • Die Wartung wird unmittelbar nach dem Erkennen einer Fehlfunktion durchgeführt, um unannehmbare Folgen zu vermeiden.

VORTEILE

  • Geeignet für Maschinen, die leicht zu ersetzen sind oder geringe Anschaffungskosten haben.
  • Geeignet für einige Maschinen in redundanten Systemen, bei denen nach einem Ausfall keine Folgekosten zu erwarten sind.
  • Benötigt wenig oder keine Investition in Sachen Kompetenz oder Technologie.

NACHTEILE

  • Bringt akute, unvorhergesehene Maschinenausfälle mit sich.
  • Schwierig und manchmal unmöglich, Instandhaltungsarbeiten zu planen.
  • Kapitalzerstörung: kleinere Maschinenprobleme bleiben unentdeckt und entwickeln sich zu kostenintensiven Totalausfällen.
  • Wenig oder keine Entwicklung der Mitarbeiterkompetenz.
  • Gefahr von Personenschäden bei Ausfällen.
  • Erhöhte Umweltbelastung.
  • Höherer Energieverbrauch.

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