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KI-gestützte CMMS- & OEE-Software für ambitionierte Fertigungsunternehmen

CMMS-Software: was sie ist, was sie kann und wie Sie die richtige finden

Wer CMMS-Software sucht, will meist drei Dinge wissen: was ein CMMS ist, was es im Alltag leistet und wie sich ein passendes System auswählen und einführen lässt. Dieser Ratgeber beantwortet sie der Reihe nach.

Im Deutschen wird CMMS-Software auch als Instandhaltungssoftware bezeichnet. Ein Wartungsplaner konzentriert sich auf die Planung wiederkehrender Wartungsaufgaben und kann Bestandteil eines CMMS sein.

Inhalt

Was ist ein CMMS?

Ein CMMS (Computerized Maintenance Management System) ist eine Software, in der die Instandhaltung Anlagen, Arbeitsaufträge, Wartungspläne und Ersatzteile an einem Ort führt. CMMS-Software ersetzt Zettel, Excel-Listen und Kalendereinträge durch eine gemeinsame Datenbasis, aus der sich Kennzahlen und Nachweise ziehen lassen.

Wie sich ein CMMS von ERP, EAM und CAFM unterscheidet, zeigt der Vergleich weiter unten.

Wofür Instandhaltungsteams ein CMMS brauchen

Wer wissen will, wie es an einer Anlage steht, fragt in vielen Betrieben den Kollegen, der zuletzt dort war. Mit Glück ist er an diesem Tag im Haus. Diese Ausgangslage treffen wir bei neuen Kunden häufig an: Ein Arbeitsauftrag läuft, danach beginnt die nächste Tätigkeit, und niemand hat den Überblick. Das Wissen steckt in einzelnen Köpfen.

Die Informationen liegen verstreut, und nichts verknüpft Anlage, Arbeitsauftrag und Historie. Fabian Dölle, Team Lead OEE/CMMS bei Maintmaster und früher selbst Instandhaltungsleiter, beschreibt die Hilfsmittel so: Viele Instandhaltungsorganisationen arbeiten klassisch mit Stift und Papier, manchmal gibt es eine Excel-Liste. Wer seine Aufgaben aber nur aufschreibt und abarbeitet, hat noch keine Zahlen, Daten und Fakten. Sein Rat an Instandhaltungsteams: „Stift und Papier sind einfach nicht mehr zeitgemäß.“

Das zeigt sich, sobald jemand eine Zahl verlangt. Ein Auditor will Kennzahlen sehen, zum Beispiel welche Anlagen am längsten stillstehen. Papier und Excel sind dafür nach seiner Erfahrung nicht gut geeignet. Dafür braucht es eine Datenbasis, in die Sie Daten eintragen und aus der Sie sie gezielt wieder abrufen.

Drei Kunden beschreiben dieselbe Lücke aus ihrem Alltag:

  • BEWITAL, Hersteller von Lebensmitteln und Tiernahrung, arbeitete mit einer Access-Datenbank. Sie ließ sich ähnlich wie eine Excel-Tabelle einrichten, bot aber nur eingeschränkte Instandhaltungsmeldungen und Ersatzteilverwaltung. Die Datenpflege lief manuell, dezentral und unübersichtlich. Beim schnellen Wachstum des Unternehmens reichte das nicht mehr (Kundengeschichte BEWITAL).
  • BRUGG Lifting merkte, dass wiederkehrende Outlook-Kalendereinträge nicht genügen. Das Team brauchte ein System, in dem sich wiederkehrende Instandhaltungsarbeiten anlegen, bearbeiten, verfolgen und archivieren lassen, dazu eine zentrale Dokumentation für Prüfungen und Sicherheitschecks (Kundengeschichte BRUGG Lifting).
  • Simonswerk plante die Instandhaltung in Excel-Tabellen und an Wandkalendern, die niemand zentral führte. Ohne durchgängige Dokumentation gab es weder eine verlässliche Planung der präventiven Instandhaltung noch einen Überblick oder eine Historie (Kundengeschichte Simonswerk).

Die Funktionen einer CMMS-Software

Ein CMMS besteht aus einigen Bausteinen, die zusammenhängen. Die Beispiele unten stammen von Kunden, die mit Maintmaster arbeiten.

Anlagenstruktur

Alles beginnt mit der Anlage. Alle technischen Daten hängen an ihr. So kann an der Anlage ein Pfad zu Zeichnungen, Elektroplänen und Abnahmen hinterlegt sein, den ein Klick öffnet. Wie anspruchsvoll es ist, diese Struktur aufzubauen, zeigt der Abschnitt zur Einführung weiter unten.

Arbeitsaufträge

Eine Störung wird gemeldet, ein Arbeitsauftrag entsteht, und die Rückmeldung bleibt an der Anlage. Bei Simonswerk melden Mitarbeiter der Produktion Störungen über ein Ticketsystem direkt an die Instandhaltung, mit dem Windows-Client oder der Smartphone-App. Die Rückmeldung läuft über dasselbe System zurück an die Abteilungsleiter. Laut Kundengeschichte sanken die Durchlaufzeiten für die Behebung von Störungen deutlich.

Ein Kunde nutzt dazu Folgeaufträge, in Maintmaster „Anschlussjobs“ genannt. Stellt jemand bei einer Prüfung etwas fest, entsteht ein Folgeauftrag, und man sieht, ob er erledigt ist.

Präventive Instandhaltung

Wiederkehrende Arbeiten gehören in einen Plan, der die zuständigen Mitarbeiter erreicht. Bei Wilkinson Sword erstellt das System Wartungspläne und leitet sie automatisch an die Zuständigen weiter. Wie Sie die Grundlagen aufbauen, lesen Sie im Kapitel zur präventiven Instandhaltung im Instandhaltungshandbuch.

Ersatzteilmanagement

Das Ersatzteilmanagement verwaltet Teile, Bestände und Bestellungen. Die Kundengeschichte von BEWITAL nennt es als einen der Bereiche, die sich mit dem CMMS verbessert haben. Es ist aber auch der Baustein mit dem größten Erfassungsaufwand, denn alle Teile müssen aufgenommen werden. Ein Kunde nutzt das System für Störungen, Wartung und Auswertungen und ist nach eigener Aussage beim Ersatzteilmanagement noch nicht angekommen. Mehr dazu im Kapitel Ersatzteilmanagement in der Instandhaltung.

Mobile App

Bei einem Kunden scannt ein Vorarbeiter den QR-Code an der Anlage, die Anlage ist damit schon hinterlegt, und er meldet die Störung mit einem Foto. Wer sich geschickt anstellt, braucht dafür etwa 30 Sekunden. Der Techniker bekommt den Arbeitsauftrag samt Bild und muss nicht erst suchen. Maintmaster CMMS, die aktuelle Version CMMS 10, läuft als App für iOS und Android und im Browser, ohne Plug-ins.

Kennzahlen und Berichte

Kennzahlen entstehen aus den Daten, die das Team ohnehin erfasst. Wie Sie sinnvolle Ziele setzen, beschreibt das Kapitel Kennzahlen und Ziele der Instandhaltung.

Fabian Dölle zeigt das an der MTTR (mittlere Wiederherstellungszeit). In dem System, das er vorführt, ist sie keine Standardkennzahl. Er fügt sie als neue Spalte hinzu, wählt den Mittelwert und gruppiert nach Halle und Maschine. Das dauert etwa 30 Sekunden. Die Auswertung zeigt zunächst die durchschnittliche Zeit zwischen Auftragserstellung und Auftragsabschluss. Für die mittlere Wiederherstellungszeit müssen die erfassten Zeitpunkte den Störbeginn und die Wiederinbetriebnahme abbilden.

In einem Audit eines Kunden verlangte der Auditor eine weitere Kennzahl. Die Mitarbeiter der Instandhaltung bauten sie sich selbst im System, und sie war auch für alle historischen Daten vorhanden. Aus der vermeintlichen Abweichung wurde laut Fabian Dölle ein Pluspunkt.

Auch ein Kunde nannte die Auswertungen als Entscheidungsgrund: Das Team erstellt sie selbst, je nach Abteilung und Produkt. Seit etwa einem Jahr hat dort das Controlling einen Zugang und fragt Kosten und den Forecast für die Wartung selbst ab. Früher ging dafür das Telefon.

Nachweise für Audits

Bei einem Kunden sind Auditoren von Kunden und Lieferanten stark auf Dokumentation ausgerichtet. Früher, sagt dessen Leiter der Instandhaltung, ging man im Audit los und suchte einen Ordner. Heute klickt er die Anlage an, und die Unterlagen sind da. Nach seiner Aussage hat das Unternehmen alle Audits bestanden, und die Auditoren waren von der Verknüpfung der Aufträge begeistert. Die Folgeaufträge beantworten die klassische Frage des Auditors, was festgestellt wurde und was das Team dagegen tut.

Wie ein CMMS in einem Fertigungsbetrieb im Alltag aussieht, zeigt die Seite CMMS für die Fertigung.

Wenn Sie diese Bausteine an Ihren eigenen Anlagen sehen möchten: Demo buchen oder 30 Tage unverbindlich testen.

CMMS-Software im Vergleich: Excel, ERP, EAM und CAFM

System Wofür Wer nutzt es Stärke Grenze
Excel/Papier Listen, Pläne und Notizen festhalten Einzelne Mitarbeiter und kleine Teams Schnell angelegt, jeder kennt es Anlage, Arbeitsauftrag, Plan und Historie sind nicht verknüpft, Kennzahlen entstehen von Hand
CMMS Instandhaltung planen, ausführen und dokumentieren Instandhaltungsteams in Fertigungsbetrieben Anlage, Arbeitsauftrag, Plan, Ersatzteil und Historie hängen zusammen Betrachtet die Instandhaltung, nicht das ganze Unternehmen
ERP-Modul, z. B. SAP PM Ressourcen des ganzen Unternehmens planen, die Instandhaltung als ein Modul darin Controlling, Einkauf und IT, die Instandhaltung nutzt das Modul mit Stammdaten und Kosten liegen dort, wo das Unternehmen sie ohnehin führt Die Instandhaltung ist ein Bereich unter vielen
EAM Anlagen über ihren gesamten Lebenszyklus steuern Betreiber großer Anlagenbestände, Asset-Manager Deckt Planung, Investition und Betrieb der Anlage ab Breiter angelegt als die tägliche Instandhaltung in der Produktion
CAFM Gebäude, Flächen, Verträge und Dienstleistungen verwalten Facility Management Gebäudebezogene Abläufe und Flächen im Blick Nicht auf Produktionsanlagen und ihre Arbeitsaufträge ausgerichtet

ERP und CMMS erfüllen verschiedene Aufgaben. Simonswerk testete bei der Auswahl auch Module eines ERP-Anbieters und mehrere CMMS-Lösungen. Der Leiter der mechanischen Instandhaltung fand die Module in ERP-Systemen und in anderen CMMS-Lösungen weniger leicht zu verstehen und weniger anpassbar.

EAM und CAFM haben einen anderen Zuschnitt, wie die Tabelle zeigt. Den Vergleich von CMMS und EAM erklären wir ausführlich unter CMMS und EAM im Vergleich.

Was ein CMMS bringt

Die folgenden Ergebnisse stammen von Kunden, die mit Maintmaster arbeiten. Es sind ihre Angaben aus veröffentlichten Kundengeschichten, keine Zusage für Ihren Betrieb.

  • Wilkinson Sword dokumentierte Instandhaltungsmaßnahmen von Hand. Das führte zu ineffizienten Abläufen, wenig Transparenz und fehlender Auswertbarkeit. Nach der Einführung im Jahr 2021 stieg der Anteil der präventiven Instandhaltung von 3 % auf 10 %, trotz vieler Sondermaschinen (Kundengeschichte Wilkinson Sword).
  • Glas Trösch hatte an jedem Standort eine eigene Lösung für die Instandhaltung, mit ineffizienten Abläufen und hohem Verwaltungsaufwand. Inzwischen, so die Kundengeschichte von 2023, sind 15 von 20 Standorten an Maintmaster angebunden. Die Einführung war freiwillig, und jeder Standort entscheidet, wie weit er das System nutzt. Die Instandhaltung, die früher vor allem korrektiv arbeitete, beginnt dank der Planungsfunktionen stärker auf präventive Maßnahmen zu setzen. Das zentrale Projektteam sieht die Daten aller Standorte und kann Investitionen fundierter planen (Kundengeschichte Glas Trösch).
  • Simonswerk arbeitete mit einem alten System auf MS-DOS-Basis, das nicht weiterentwickelt wurde. Nach der Auswahl schulte ein Maintmaster-Experte drei Mitarbeiter, und Struktur und Datenimport liefen reibungslos. Das Ticketsystem verbesserte die Zusammenarbeit von Produktion und Instandhaltung (Kundengeschichte Simonswerk).

Sehen Sie, wie ein CMMS an Ihren Anlagen arbeitet. In der Demo zeigt Ihnen ein Maintmaster-Experte das System kostenlos und zugeschnitten auf Ihren Betrieb. Demo buchen oder, wenn Sie es selbst ausprobieren möchten, 30 Tage unverbindlich testen.

KI und CMMS: was heute geht

Maintmaster Manufacturing Intelligence wertet heute die Freitexte aus Störmeldungen und Reparaturberichten aus. Sie erkennt wiederkehrende Probleme und die zugehörigen Maßnahmen, auch wenn Kollegen sie unterschiedlich formulieren, und zeigt für jede Maschine eine Pareto-Auswertung und eine Empfehlungsliste mit der Historie dahinter. Zusätzlich lassen sich Herstellerdokumente als PDF hochladen, und die Antworten im Chat verweisen auf die Quelle im Dokument. Die Analyse arbeitet mit Maintmaster CMMS 8 und mit importierten Daten anderer CMMS, zum Beispiel aus SAP PM, und läuft als Cloud-Lösung; mit CMMS 10 gibt es sie noch nicht. In die Empfehlungen fließen nur Reparaturen ein, die jemand zurückgemeldet hat, und ob eine Empfehlung zu Ihrer Maschine passt, beurteilt die Fachkraft. Arbeitsaufträge legt die Analyse nicht an, Empfehlungen tragen Sie heute von Hand in Ihr CMMS ein. Voraussetzung ist deshalb, dass Ihr Team aufschreibt, was es getan hat.

Das richtige CMMS auswählen

Eine gute Auswahl beginnt nicht beim Anbieter, sondern bei Ihren Anforderungen. In fünf Schritten kommen Sie zur Entscheidung:

  1. Anforderungen aufschreiben. Legen Sie fest, welche Funktionen Sie brauchen, zum Beispiel Wartungsplanung, Ersatzteile, Analysen und mobile Nutzung. Klären Sie, welche Schnittstellen zu Ihrer bestehenden IT nötig sind, wem die Daten gehören und welche internen Vorgaben gelten, etwa Rechtssicherheit und Freigabeprozesse. Prüfen Sie von Anfang an, wie leicht sich das System bedienen lässt.
  2. Eine Kurzliste bilden. Wenige Anbieter genügen, wenn die Anforderungen klar sind.
  3. Eine Demo mit den eigenen Anlagen ansehen. Lassen Sie sich Ihre Anlagenstruktur und einen typischen Störfall zeigen, nicht nur Beispieldaten. Die Checkliste unten sagt, worauf Sie dabei achten.
  4. Pilotieren. Testen Sie das System mit einem kleinen Team. Simonswerk nutzte dafür eine 30-tägige Testphase und war von der Flexibilität überzeugt.
  5. Entscheiden. Legen Sie Pilot und Anforderungsliste nebeneinander und gehen Sie die Punkte einzeln durch.

Checkliste für die Demo beim Anbieter

Eine Demo mit Beispieldaten sieht bei jedem Anbieter gut aus. Bitten Sie deshalb darum, dass der Anbieter diese sieben Abläufe vorführt. Jeder Punkt nennt, was eine gute Demo zeigt und was Sie nachfragen sollten.

  1. Eine Störung an einer Anlage. Gezeigt wird eine Störung an einer Anlage aus Ihrer Struktur: gemeldet, als Arbeitsauftrag angelegt, mit Rückmeldung abgeschlossen. Fragen Sie, wie viele Schritte ein Vorarbeiter dafür braucht und was danach in der Historie der Anlage steht.
  2. Wiederkehrende Wartung, geplant und erledigt. Gezeigt wird ein Wartungsplan, der die zuständigen Mitarbeiter erreicht und bis zur Rückmeldung abgearbeitet wird. Fragen Sie, wie das System fällige Wartungen erkennt und was mit einer verschobenen Wartung geschieht.
  3. Arbeitszeit, Teile und Historie. Gezeigt wird ein Arbeitsauftrag mit erfasster Arbeitszeit und verbrauchten Teilen und die Historie der Anlage danach. Fragen Sie, ob sich Kosten und Zeiten je Anlage auswerten lassen und wer Einträge nachträglich ändern darf.
  4. Import Ihrer eigenen Daten. Gezeigt wird, wie ein Auszug Ihrer Anlagenliste im System landet. Fragen Sie nach den Dateiformaten, nach dem Umgang mit Fehlern im Import und danach, wer den Import durchführt.
  5. Überfällige Arbeit. Gezeigt wird, wie überfällige Arbeitsaufträge sichtbar werden und wer sie sieht. Fragen Sie, ob sich nach Anlage, Halle oder Team filtern lässt und wer benachrichtigt wird.
  6. Export. Gezeigt wird, wie Arbeitsaufträge und Historie in ein offenes Format exportiert werden. Fragen Sie, welche Daten dazugehören, in welchem Format sie kommen und was Sie am Vertragsende erhalten.
  7. Rollen und Rechte. Gezeigt wird, was Vorarbeiter, Techniker, Leitung und Controlling jeweils sehen und ändern dürfen. Fragen Sie, wie fein sich das einstellen lässt und wer es einrichtet.

Was Sie außerdem klären

  • Support auf Deutsch. Fragen Sie, ob Support und Schulung auf Deutsch stattfinden, zu welchen Zeiten und wer Ihr Ansprechpartner ist.
  • Hosting und Datenstandort. Fragen Sie, wo Anwendung und Datensicherung betrieben werden und wer Zugriff auf Ihre Daten hat.
  • Dokumentation zur Auftragsverarbeitung. Lassen Sie sich die Unterlagen zeigen, die Ihr Datenschutz braucht, etwa den Vertrag zur Auftragsverarbeitung, und geben Sie sie vor der Entscheidung weiter.
  • Einbindung der Mitarbeiter. Lassen Sie Vorarbeiter und Techniker die Demo mit ansehen und einen eigenen Ablauf ausprobieren. Ihr Urteil zeigt früh, ob das System im Alltag angenommen wird.
  • Compliance. Software allein garantiert keine Compliance. Ein CMMS hilft, Nachweise zu erzeugen. Ob sie genügen, hängt davon ab, wie Ihr Team es nutzt und was Ihre Kunden und Auditoren verlangen.

Was bei unseren Kunden entschieden hat

Bei jedem dieser Schritte wägen Sie etwas ab. Das sind die Punkte, die bei unseren Kunden entschieden haben:

  • Bedienung oder Funktionstiefe. Ein Kunde sah sich viele Programme an. Ausschlaggebend war das Handling für die Mitarbeiter: Der Vorarbeiter soll eine Störung in wenigen Klicks erfassen, ohne ein Programm zu öffnen und viel zu schreiben. Ein System, das die Mitarbeiter nicht annehmen, stirbt nach unserer Erfahrung schnell aus.
  • Selbst konfigurieren oder Programmierer fragen. Das frühere Programm dieses Kunden ließ sich nur über Programmierer anpassen. Eine Auswertung über Projekte kam ohne Stunden zurück, das hatte er nicht ausdrücklich verlangt. Heute richten die beiden Administratoren Auswahlen, Strukturen und Zugriffsrechte selbst ein und brauchen Maintmaster nur für Tiefgehendes.
  • Enthalten oder zukaufen. BEWITAL und Glas Trösch nennen beide, dass die benötigten Funktionen bereits enthalten waren und nicht als zusätzliche Module dazugekauft werden mussten. Fragen Sie jeden Anbieter genau danach.
  • Cloud oder eigener Betrieb. Glas Trösch brauchte eine Cloud-Lösung, weil die zentrale Leitung die Daten aller Standorte sicher und von überall sehen sollte. Bei BRUGG Lifting überzeugte die IT-Abteilung das Funktions- und Sicherheitskonzept der Cloud-Software. Was das bei Maintmaster CMMS heißt, steht in den häufigen Fragen unten.
  • ERP-Modul oder eigenes CMMS. Prüfen Sie, wer im Betrieb das Modul wirklich bedienen würde und ob es sich so anpassen lässt, wie Ihre Instandhaltung arbeitet.
  • Wie sich die Größe auswirkt. Bei einem Standort mit wenigen Administratoren ist die Anlagenstruktur die schwere Entscheidung. Bei vielen Standorten ist es die Frage, wie viel zentral vorgegeben wird und wie viel vor Ort entschieden wird. Glas Trösch hat sich für Freiwilligkeit entschieden. Zuerst schulte Maintmaster die Projektleiter, danach schulte Glas Trösch die zuständigen Instandhalter an den Standorten intern, je nach Bedarf. Die Kundengeschichte betont, vorher genau zu überlegen, wie man das System nutzen will.

Bringen Sie Ihre Anforderungen mit in die Demo: Wir gehen sie Punkt für Punkt an Ihren Anlagen durch.

CMMS einführen: so gelingt es

Ein Beispiel aus der Praxis ist Hesse Lignal, ein Familienbetrieb in Hamm, der Beizen und Lacke herstellt. Ingo Neumann, Leiter der Instandhaltung, sagt: „Wir dachten, die Einführung würde ein Jahr dauern …“ Die eigentliche Einführung war innerhalb von drei Wochen abgeschlossen, ein Maintmaster-Kollege war dafür ein- bis zweimal vor Ort. Dennoch war das erste Halbjahr für das Unternehmen schwer. Das habe weniger mit Maintmaster zu tun gehabt als mit internen Schwierigkeiten durch das vorherige Programm.

Die Einführung selbst war schnell erledigt, das erste halbe Jahr im Betrieb nicht. Beides sollten Sie einplanen.

Die sieben Schritte

Zwei unserer Projektleiter, einer davon früher Instandhaltungsleiter, fassen die Einführung in sieben Schritte:

  1. Schulung: Das Projektteam lernt das System kennen.
  2. Objekte: Sie legen die Anlagen an.
  3. Aufgaben: Sie erfassen Störungen, also korrektive Instandhaltung, im System.
  4. Präventive Wartungen: Wiederkehrende Arbeiten kommen in den Plan.
  5. Unternehmen und Kontakte: Lieferanten und Ansprechpartner werden hinterlegt.
  6. Ersatzteilwesen: Teile und Bestände kommen ins System.
  7. Bestellwesen: Bestellungen laufen über das System.

Ab Schritt 3 können Sie Maintmaster schon im Alltag nutzen. Die Schritte 4 bis 7 laufen parallel. Zum Schluss folgt eine allgemeine Unterweisung ins System.

Was über Erfolg entscheidet

Nehmen Sie sich Zeit für die Anlagenstruktur. In Ingo Neumanns Betrieb ist die Anlage der führende Datensatz, an dem alle technischen Daten hängen. Der Aufbau des Anlagenbaums war die größte interne Schwierigkeit. Ein Team aus zwei bis drei Personen diskutierte lange, wie der Baum aussehen soll. Maintmaster wies darauf hin, wie wichtig der Baum ist, und lieferte zwei bis drei Vorschläge. Rückblickend nennt er es eine Herausforderung, die das Team nach vielen langen Diskussionen gelöst hat.

Gewinnen Sie früh den angesehenen Kollegen. In jeder Gruppe gibt es jemanden, der durch Leistung und Wissen Ansehen hat. Wenn dieser Kollege überzeugt ist und Verbesserungsvorschläge einbringt, steigt die Akzeptanz deutlich. Fragen Sie die Mitarbeiter früh, was ihnen nicht passt und wo sich etwas vereinfachen lässt.

Geben Sie den Mitarbeitern Zeit zum Ausprobieren. Wichtig ist, dass sie das System erkunden dürfen. Schulen Sie sie, vergeben Sie Rechte, die einen Fehler eingrenzen, und geben Sie ihnen einen geschützten Ort zum Üben, damit niemand fürchten muss, etwas kaputt zu machen.

Nehmen Sie die Angst vor Kontrolle ernst. Die Sorge, überwacht zu werden, gehört nach unserer Erfahrung zu den größten Ängsten bei einer Einführung. Unser Ziel ist Transparenz für die Instandhalter, die oft überlastet sind. Das Unternehmen aus Hamm erlebte das bei der Zeiterfassung: Die Mitarbeiter sollten aufschreiben, wie lange sie wo gearbeitet hatten, und die Angst vor Kontrolle stieg. Sie legte sich, als sie sahen, dass das System ihnen hilft.

Die Spätschicht erkennt, was die Frühschicht getan hat, und ein Arbeitsauftrag mit Foto erspart die Suche. Die Wartungszeiten kamen von den Mitarbeitern, nicht von der Leitung. Nach einem Jahr verglich das Team Soll und Ist und fragte die Mitarbeiter, ob die Zeiten angepasst werden müssen. Dabei zeigte sich, dass für die Wartung zu wenig Kapazität da war, und die Instandhaltung bekam eine zusätzliche Stelle. Wo es einen Betriebsrat gibt, gehört er zu den Menschen, die Sie früh einbinden sollten.

Beginnen Sie mit wenigen Kennzahlen. Sammeln Sie zuerst genug Daten und starten Sie mit einer bis zwei, höchstens drei Kennzahlen, die Ihre Datenbasis sauber trägt.

Klären Sie Schnittstellen früh, verbinden Sie sie später. Welche Systeme angebunden werden sollen und wem die Daten gehören, legen Sie bei der Auswahl fest. Die Anbindung selbst kann in Phasen folgen. Aus unseren Einführungsprojekten kennen wir die Reihenfolge: Erst führen Sie die Kernsoftware vollständig ein und haben belastbare Daten, dann verbinden Sie sie mit ERP- oder anderen Systemen. Das Unternehmen aus Hamm will das CMMS als Nächstes mit Navision verbinden, um Kosten ganzheitlich zu zeigen.

Was kostet CMMS-Software?

Aktuelle Pakete und Preise finden Sie auf unserer Preisseite. Unabhängig vom Anbieter klären vier Fragen den Preis besser als jede Pauschale:

  • Welche Funktionen sind enthalten? Für BEWITAL und Glas Trösch war das ein Auswahlkriterium: Die benötigten Funktionen waren dabei, ohne zusätzliche Module.
  • Wie viel Beratung braucht die Einführung? Neue Kunden befürchten häufig hohe Kosten durch Berater und eine zeitintensive Einführung. Wir arbeiten deshalb darauf hin, dass Sie das System selbst konfigurieren. Ein Kunde richtet fast alles selbst ein, und Glas Trösch setzt verschiedene Einsatzszenarien an den Standorten ohne zusätzliche Kosten und ohne externe Berater um.
  • Wer betreibt das System? Bei Maintmaster CMMS übernimmt Maintmaster Hosting, Updates, Sicherheitspatches und Backups. Auf den Servern Ihrer IT ist nichts zu installieren oder zu warten.
  • Für wie viele Nutzer und Standorte gilt der Preis? Fragen Sie danach, bevor Sie vergleichen.

Häufige Fragen zu CMMS

Was bedeutet CMMS?

CMMS steht für Computerized Maintenance Management System, also ein System zur computergestützten Verwaltung der Instandhaltung.

Was ist der Unterschied zwischen CMMS und CAFM?

Ein CMMS ist um Anlagen, Arbeitsaufträge und deren Historie herum gebaut. Ein CAFM (Computer-Aided Facility Management) ist um Gebäude, Flächen, Verträge und Dienstleistungen herum gebaut. Die Bereiche überschneiden sich, zum Beispiel bei der Wartung von Gebäudetechnik. Für die Instandhaltung in der Produktion passt ein CMMS.

Für welche Betriebe lohnt sich ein CMMS?

Die Beispiele in diesem Artikel reichen von einem Familienbetrieb mit einem Produktionsstandort und rund 380 Mitarbeitern bis zu einem Unternehmen mit 20 Standorten (Glas Trösch). Ein einfacher Maßstab: Können Sie heute ohne Suchen sagen, was an einer Anlage wann gemacht wurde? Wenn nicht, ist es Zeit für eine Datenbasis.

Cloud oder On-Premise?

Maintmaster CMMS läuft in der Cloud. Jeder Kunde hat eine eigene Umgebung in Microsoft Azure, mit eigener Anwendung und eigener Datenbank. Es ist keine gemeinsame Umgebung für mehrere Kunden. Gehostet wird in Azure West Europe (Niederlande), die Sicherung liegt in Azure North Europe (Irland). Aufträge, Anlagen und Anhänge verlassen die EU und den EWR nicht. Ihre IT öffnet ausgehend den HTTPS-Port 443 zu *.maintmaster.com. Auf Ihren Servern ist nichts zu installieren.

Gibt es eine Schnittstelle zu SAP oder einem anderen ERP?

Maintmaster CMMS verbindet sich mit ERP-, Einkaufs- und Lagersystemen wie SAP und IFS, über einen Integrationshub und fertige Adapter. Unsere Spezialisten richten sie ein, es ist keine Lösung, die ohne Konfiguration läuft. Die Integration kann Maintmaster in derselben Azure-Umgebung betreiben oder auf Ihrem eigenen Server.

Wie lange dauert die Einführung?

Das hängt von Ihrem Betrieb ab. Unsere Kunden berichten Unterschiedliches: Bei einem Kunden war die eigentliche Einführung innerhalb von drei Wochen erledigt. BEWITAL begann im März und April mit der Eingabe der Stammdaten und ging im Juni oder Juli live. Wilkinson Sword startete im Februar 2021 mit der Schulung und hatte Maintmaster im August 2021 vollständig ausgerollt.

Gibt es eine CMMS-App?

Ja. Maintmaster CMMS gibt es als App für iOS und Android und im Browser ohne Plug-ins.

Gibt es kostenlose oder Open-Source-Systeme?

Ja, solche Systeme gibt es. Ein System ohne Lizenzgebühr ist deshalb nicht ohne Kosten: Es fallen Kosten an für Lizenz, Hosting, Updates und Sicherheit, Backup, Support und Schnittstellen. Wer sie trägt, hängt vom Aufbau ab, etwa davon, ob Ihre IT das System selbst betreibt oder ein Anbieter es übernimmt. Maintmaster CMMS können Sie 30 Tage unverbindlich testen, bevor Sie sich entscheiden.

Wie reagieren Mitarbeiter und Betriebsrat?

Die Sorge, überwacht zu werden, ist häufig die größte Angst bei einer Einführung. Sie legt sich, wenn die Mitarbeiter früh eingebunden sind und den Nutzen für ihre eigene Arbeit sehen. Wo es einen Betriebsrat gibt, sollten Sie ihn früh einbinden.

Nächster Schritt: ein CMMS an Ihren Anlagen prüfen

Ein CMMS lohnt sich, wenn Ihre Instandhaltung Fragen zu Anlagen, Aufträgen und Historie beantworten muss und die Antwort heute verstreut liegt. Am schnellsten sehen Sie es an Ihren eigenen Anlagen.

Buchen Sie eine Demo. Ein Maintmaster-Experte führt Sie kostenlos durch das System, zugeschnitten auf Ihren Betrieb. Demo buchen oder 30 Tage unverbindlich testen.

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